Über uns

Die Initiatoren

Portrait Helga Brink-Roth: Bild folgt

Helga Brink-Roth

Diplom-Kunsttherapeutin, Ausbildung in Biografiearbeit.

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Portrait Hans-Wolfgang Roth

Hans-Wolfgang Roth

Waldorflehrer, Bildender Künstler, Kunstpädagoge, Ausbildung in "Spiritueller Psychologie und Seelentherapie".

Mein Interesse gilt seit vielen Jahren der Arbeit am Kunstbegriff, besonders der erweiterten Form und gleichzeitig am Verständnis von Krankheit und Heilung.

Die Kunst als der Zugang zu schöpferischen Kräften repräsentiert den Freiheitsbereich des Menschen, der sich hier in seiner eigentlichen Bestimmung als schöpferisches Wesen erleben kann.

Dieses Sinn-stiftende Erleben birgt entwicklungsfördernde und heilsame Qualitäten, an die sich jeder Mensch anschließen kann.

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Dozentin (Kurs Ton)

Portrait Larissa Goebel

Larissa Goebel

Diplom-Kunsttherapeutin, Dozentin für Bewegungs- und Gleichgewichtsprogramme nach Dorothea Beigel, staatlich anerkannte Kinderkrankenschwester.

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Die Idee

"Die alte Gestalt, die stirbt oder erstarrt ist, in eine lebendige, durchpulste, lebensfördernde, seelenfördernde, geistfördernde Gestalt umzugestalten – das ist der erweiterte Kunstbegriff“
Joseph Beuys

Dieser Ort soll eine innere und äußere Umgebung bzw. Atmosphäre bereit halten, die innere Heilungsprozesse unterstützt und dazu beiträgt, bei sich selbst anzukommen, zu inneren Entwicklungsimpulsen ja zu sagen und diesen zu folgen.

Die verschiedenen Lebensphasen im Lebenslauf wollen immer wieder bewusst mit neuen Kräften ergriffen werden und wirken zunächst als Schwierigkeiten im Alltag bis hin zur Hinderung, das Leben so weiterzuführen, wie es bisher war. Oft ist die Sehnsucht nach Lebensfreude und Lebensfülle bzw. nach einem erfüllten Leben das Motiv sich neu zu orientieren. Hier ist jeder der Schmied seines Schicksals und der Künstler seiner Lebensgestaltung.

Diejenigen Menschen, die unseren Ort aufsuchen, sind willkommen, mit ihren eigenen schöpferischen Möglichkeiten, die wir anregen und unterstützen möchten, ihren individuellen Weg, der sie wieder zur Lebensfreude und Lebenssicherheit führt, zu erkunden und durch die entsprechende Haltung in mögliche Bahnen zu bringen. Und so schaffen wir zusammen, Teilnehmende und Begleitende, etwas für uns selbst, aber auch etwas, das die Welt braucht und das die Welt stärkt.

Dieser Ort soll gleichsam ein kleiner Generator von stärkender Energie sein, also eine Insel im Weltgetriebe, die für „besondere Zeiten“ aufgesucht werden kann.

Zur Entstehung der Idee

1999 in Dresden war aus der Ärzteschaft am Novalis-Therapeutikum an uns die Frage nach einer Tagesbegleitung für Menschen in Krisen gestellt worden. Daraufhin konnten wir für ein Jahr das Angebot „Künstlerisch orientierte Tagesbegleitung für Menschen in Krisensituationen“ dort einrichten. Mitbeteiligt waren an dieser Tagesbegleitung, die Angebote Biografiearbeit, Kunsttherapie und Heileurythmie.

Die Erfahrungen in diesem Projekt ermutigten uns, die Idee und die Möglichkeiten zu erweitern und dafür einen geeigneten Platz zu suchen. Nachdem wir mit einem Psychologenpaar aus Lüneburg zusammengetroffen waren und ein ähnliches Herzensanliegen feststellten, wagten wir den Schritt gemeinsam ein Projekt im Wendland bei Göhrde auf dem biologisch-dynamischen Hof Tangsehl zu gründen (den Verein Akron e.V. - Verein zur Förderung ländlicher Wirtschafts- und Kulturstätten mit integrierten sozialen Dienstleistungen). Hier wurden wir in besonderer Weise mit den Heilungsaspekten und den inspirierenden Kräften der Gemeinschaftsbildung und den Kräften in der Natur in Verbindung gebracht.

Den finanziellen Anforderungen, zwei Familien mit dieser Arbeit ernähren zu können, konnten wir 2 Jahre standhalten und Erfahrungen sammeln, mussten dann aber einsehen, dass die Finanzierung auf Dauer für uns nicht zu schaffen war und somit jeder und jede wieder in eine bezahlte Anstellung gehen musste.

Nachdem uns dann das Schicksal nach Stade geführt hat, fand sich nach einigen Jahren ganz überraschend die Möglichkeit, zwei kleine Häuser und ein großes Gelände am Rande von Stade zu kaufen und wieder an dem nun von vielen neuen Erfahrungen (besonders als Waldorflehrer) gesättigten Ansatz zu arbeiten. Nun ist die Geländegestaltung und teilweise die Hausgestaltung in acht Jahren soweit gediehen, dass wir wieder die im Herzen bewahrten Ideen von Dresden aufgegriffen haben und uns über alles Wachstum in dieser Richtung freuen.

Hilfreich und zur Vorbereitung für einen solchen Ort war die Einrichtung eines Lesekreises vor über 18 Jahren in unserer Wohnung und nun in unserem Haus, der sich immer in den Wochen vor den Jahreszeitenfesten trifft und an Texten von Rudolf Steiner arbeitet, um ein vertieftes Verständnis für die Jahreszeiten und besonders die Festeszeiten zu entwickeln. So erarbeiteten wir jedes Jahr zum 24.12. um 16 Uhr immer wieder neue Zugänge in Form einer künstlerischen Aktion, zu der wir Menschen aus dem Umkreis für die „Weihnachtsaktion“ in der Natur einluden. Seit acht Jahren können wir das dankbar im eigenen Gelände durchführen.

Welche Menschen möchten wir ansprechen und einladen?

Im Grunde darf sich jeder Mensch angesprochen fühlen, der sich seiner schöpferischen Seite zuwenden möchte. Diese schöpferischen Kräfte führen uns einerseits zu einer erfüllenden Seite unseres Daseins und andererseits zur seelisch-geistigen Gesundung. Häufig sind Krisen oder die Suche nach Orientierung und geistiger Anregung der Anlass, um sich aufzumachen, an sich zu arbeiten, an einer inneren Haltung, die wieder einen neuen bzw. aktualisierten Zugang zum Leben und Lebensaufgaben ermöglicht. Jede Lebensphase benötigt die entsprechende Haltung oder die angemessene innere Einstellung.

Häufig sind es Erschöpfungssituationen, Unzufriedenheiten, Krankheitssituationen oder Vorstufen dazu bzw. Krisen wie Burnout, die zu einer Neuorientierung aufrufen, die den sich entwickelnden Menschen auf den Weg senden, Neues zu erkunden und auszuprobieren. Oft ist es hilfreich, das gewohnte Umfeld zu verlassen, uneingeschränkt von Alltagsgewohnheiten und -anforderungen.

Der Ort

Bilder zum Atelier und Gelände→

Der gestaltete Wasserlauf, der angelegte kleiner See mit Insel, der sich aus verschiedenen Grundwässern speist und in den Ottenbeck abfließt sowie das mit vielen Baggerstunden umgestaltete Gelände verleihen diesem Ort seinen besonderen Charme.

Das Gelände liegt wie eine ruhige Insel, eingebettet in den Lebenspuls der Industrie am Rande von Stade. Es erscheint wie ein Waldstück mit großer Lichtung, in der das Haus mit Garten, See und umgebenden Wegen liegt. Höhenunterschiede von etwa acht Metern und einigen kleinen Hügeln und Terrassen erzeugen einen lebendigen Eindruck.

Ein Haus mit Flachdach aus den 70iger Jahren mit einem Übergang zu einem Bauernhaus aus den 30iger Jahren bietet in Zukunft die Möglichkeit für 3 Übernachtungsplätze bzw. Wohnplätze auf Zeit. Zwei Ateliers, ein Gästeraum mit Bibliothek, eine Küche, eine kleine Teeküche, 2 Bäder und ein Gesprächsraum werden zukünftig den Gästen zur Verfügung stehen. Zusätzlich gibt es Werkmöglichkeiten an verschiedenen Plätzen im Außenbereich.